Auf einen Blick
- 20-jähriger Niederländer gewinnt in Zandvoort das vorletzte Saisonrennen
- Rookie-Sieg für Jack Young vertagt Entscheidung bei Supercup-Einsteigern
- Auch die Team-Wertung entscheidet sich erst in Monza
Flynt Schuring ging im zweiten Rennen des Zandvoort-Wochenendes von der zweiten Position ins Rennen. Zunächst musste sich der für Schumacher CLRT fahrende Porsche-Junior hinter Jaap van Lagen einreihen. Der Niederländer aus dem Team Martinet by Alméras war von der Pole-Position gestartet. Kurz nach einer Safety-Car-Phase unterlief dem Routinier ein kleiner Fehler. Diesen nutzte Schuring für das entscheidende Überholmanöver. Anschließend setzte er sich von den Verfolgern ab. Nach 17 Runden auf der 4,259 Kilometer langen Formel-1-Rennstrecke betrug sein Vorsprung knapp sieben Sekunden.
Hinter van Lagen fuhr Robert de Haan als Dritter über die Ziellinie. Doch der Niederländer erhielt von den Sportkommissaren eine Fünf-Sekunden-Strafe für einen Rempler mit einem Konkurrenten. Der BWT Lechner Racing-Pilot wurde auf dem fünften Rang gewertet. Dadurch büßte de Haan die letzte Chancen ein, Schuring im Finale in Monza noch einzuholen. Zudem verlor er seinen zweiten Platz in der Gesamtwertung an Theo Oeverhaus. Der Deutsche aus dem Team Martinet by Alméras nahm den Pokal für Platz drei entgegen. Im Duell um den Vizetitel trennen diese beiden Fahrer vor dem letzten Saisonrennen nur vier Punkte.
Der fünfte Rang ging an Wouter Boerekamps. Der Niederländer fährt für das Team GP Elite. Als Gesamtsechster feierte Jack Young für das italienische Team Target seinen ersten Rookie-Sieg. Der Brite setzte sich gegen seinen Landsmann Liam McNeilly (Ombra Racing) und den Brasilianer Matheus Ferreira (Team GP Elite) durch. Im Championat der Supercup-Neulinge führt weiter Chester Kieffer aus Luxemburg (Schumacher CLRT).
Marcus Amand, der zweite Porsche-Junior, fuhr lange in der Spitzengruppe. Ein Dreher in der Schlussphase warf den Finnen aus dem Team BWT Lechner Racing jedoch zurück.
Für Jacques Villeneuve endete in Zandvoort seine Saison als Gastfahrer im Supercup. Der Formel-1-Weltmeister von 1997 bestritt insgesamt sechs Rennen mit der Startnummer 911. Der von Porsche Motorsport eingesetzte VIP-Neunelfer trat im ikonischen Helmdesign des Kanadiers an. „Das Niveau im Supercup ist sehr hoch. Ich habe mich in den Qualifyings schwergetan und musste deswegen immer weit hinten starten. Im Rennen war mein Tempo gut – aber dann nutzte es nichts mehr. Die Supercup-Familie hat mich extrem freundlich aufgenommen. Auch deswegen machte mir diese Saison sehr viel Spaß“, fasste Villeneuve zusammen.
„Herzlichen Glückwunsch an Flynt Schuring zum Titel des Supercup-Champions 2026! Mit drei Siegen in bisher sieben Rennen ist er ein würdiger Gesamtsieger. Jetzt bin ich gespannt, wer sich die Titel bei den Rookies und den Teams sichert. Uns erwartet auf jeden Fall ein spannendes Finale“, kommentierte Oliver Schwab, Projektleiter Porsche Mobil 1 Supercup.
Das letzte Saisonrennen findet am Wochenende vom 4. bis 6. September 2026 in Monza statt. Im Rahmen des Großen Preises von Italien der Formel 1 werden die Entscheidungen in der Rookie- und der Teamwertung fallen.
Fahrerstimmen nach dem Rennen
Porsche-Junior Flynt Schuring (NLD/Schumacher CLRT), Platz 1: „Ich bin sprachlos. Natürlich habe ich davon geträumt, den Supercup zu gewinnen. Aber den Titel ausgerechnet bei meinem Heimrennen vor den Augen meiner ganzen Familie zu holen, übertrifft diesen Traum bei Weitem. Ich würde sagen, das war heute eines meiner besten Rennen überhaupt.“
Jaap van Lagen (NLD/Martinet by Alméras), Platz 2: „Herzlichen Glückwunsch an Flynt zum Titel – auch wenn er mir den Sieg beim letzten Supercup-Rennen in Zandvoort weggeschnappt hat. Im entscheidenden Moment sind wir beide einem Gegenstand ausgewichen, der auf der Piste lag. Flynt hat sich für die bessere Linie entschieden. Ich bin beim Beschleunigen auf der schmutzigen Seite der Fahrbahn nicht optimal weggekommen.“
Jack Young (GBR/Target), Sieger Rookie-Wertung: „Natürlich bin ich über meinen ersten Rookie-Sieg sehr glücklich. Von Startposition drei aus wäre heute vielleicht sogar noch mehr möglich gewesen. Mein Ziel war das Gesamtpodium. Aber ich habe die Abstimmung meines Neunelfers gegenüber dem Qualifying geändert. Das ging leider in die falsche Richtung.“
Weiterführende Informationen
Rennberichte, Ergebnisse und Tabellen: Porsche Motorsport Hub
Fotos zum Download: Der Porsche Mobil 1 Supercup in Zandvoort
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