Porsche peilt in der „Grünen Hölle“ den Gesamtsieg an

Die Dr. Ing. h.c. F Porsche AG nimmt gemeinsam mit ihren Kundenteams am 16./17. Mai den 14. Gesamtsieg beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring ins Visier. Der Porsche 911 GT3 R gilt in der Topkategorie als einer der Favoriten. Mehr als ein Drittel des 161 Fahrzeuge umfassenden Teilnehmerfeldes trägt das Wappen der Stuttgarter Sportwagenschmiede auf der Fronthaube.

In der für Fahrzeuge nach FIA GT3-Reglement reservierten Topklasse SP9 treten in diesem Jahr neun Hersteller und 41 Rennwagen an – mehr als in jeder anderen Wertungsgruppe. Den größten Anteil stellen dabei die Porsche-Kundenteams mit 13 Exemplaren des Porsche 911 GT3 R in seiner neuesten Spezifikation. Insbesondere die sechs Fahrzeuge mit reinen Profi-Besetzungen im Cockpit zählen zum engeren Kreis der Sieganwärter.

Die Porsche-Kundenmannschaft Manthey hat ihre Ambitionen auf ein Topergebnis bereits Mitte Mai unterstrichen: Beim „Qualifier“-Rennen fuhr ihr „Grello“ genannter Neunelfer auf Platz drei. Neben dem Rennstall aus Meuspath setzen auch Dunlop Motorsport, Falken Motorsports und Lionspeed GP je einen 911 GT3 R mit reiner Pro-Besatzung ein, Dinamic GT sogar zwei. Mit Klaus Bachler, Michael Christensen, Sven Müller, Thomas Preining, Julien Andlauer, Ayhancan Güven, Laurin Heinrich, Bastian Buus und Alessandro Ghiretti haben neun der 20 Profifahrer dieser Rennwagen die Junioren-Förderung von Porsche durchlaufen.

Porsche 911 GT3 R, Manthey (#911), Sonderdesign 30 Jahre Manthey und 10 Jahre "Grello", Nürburgring, 2026, Porsche AG

„Die Spitzenzahl von 13 Porsche 911 GT3 R in der SP9-Wertungsgruppe bestätigt unsere konsequente Ausrichtung auf die Bedürfnisse unserer Kundenteams“, betont Michael Dreiser, Leiter Vertrieb Porsche Motorsport. „Wir treten bei den 24 Stunden Nürburgring mit der Evolution des Porsche 911 GT3 R der Generation 992 an. Diese stellt in vielen Details eine Verbesserung gegenüber dem Vorgängermodell dar. Sowohl die ersten Saisonläufe der Nürburgring Langstrecken-Serie als auch das Qualifying-Rennen haben gezeigt, dass der Wettbewerb in diesem Jahr besonders stark ist. Mit den Wagen in der SP9-Topkategorie und sechs verschiedenen Reifenmarken sind unsere Chancen breit gefächert. Hoffentlich haben wir dieses Mal das Quäntchen Glück, das uns in den vergangenen Jahren zum Sieg in der Eifel gefehlt hat.“

Michael Dreiser, Leiter Vertrieb Porsche Motorsport, Nürburgring, 2026, Porsche AG
Michael Dreiser, Leiter Vertrieb Porsche Motorsport

Porsche prägt den Breitensport-Charakter des Rennens durch eine starke Präsenz über viele Klassen hinweg. Traditionell gehören die Rennfahrzeuge des Sportwagenbauers zu den erfolgreichsten in den Klassenwertungen der 24 Stunden am Nürburgring. „Insgesamt starten mehr als 200 Fahrer auf rund 60 Porsche-Rennwagen – eine beeindruckende Bandbreite, mit der Porsche einmal mehr die am stärksten vertretene Marke bei den 24 Stunden Nürburgring ist “, sagt Michael Dreiser.

Das Rennen und die legendäre „Grüne Hölle“

Auch in diesem Jahr rechnen die Veranstalter der 24 Stunden Nürburgring mit über 200.000 Zuschauern vor Ort. Das Rennen findet bereits zum 54. Mal statt. Nach der Erstauflage im Juni 1970 fiel die Langstreckenveranstaltung nur dreimal aus: 1974 und 1975 aufgrund der damaligen Ölkrise und 1983 wegen Bauarbeiten. Seit 2005 kommt eine 25,378 Kilometer lange Kombination aus historischer Nordschleife und modernem Grand-Prix-Kurs zum Einsatz. Die Strecke umfasst mehr als 70 Kurven, darunter das berühmte „Karussell“ mit seiner starken Überhöhung. Auf der Berg- und Talbahn liegt die größte Steigung bei 18 Prozent, das Gefälle beträgt maximal elf Prozent. Auf der 2,6 Kilometer langen „Döttinger Höhe“ erreichen manche Rennwagen Höchstgeschwindigkeiten von über 280 km/h. Für Porsche hat das Engagement am Nürburgring eine große Bedeutung über den Motorsport hinaus: Auf der rund 20 Kilometer langen Nordschleife werden alle Straßenfahrzeuge getestet. Zudem hält Porsche den absoluten Rundenrekord in der sogenannten „Grünen Hölle“.

Nürburgring, 2026, Porsche AG
Das berühmte „Karussell“

Das 24-Stunden-Rennen live im TV und im Stream

Der deutsche Free-TV-Sender Nitro überträgt das Nürburgring-Highlight über die gesamten 24 Stunden live. Alle Qualifyings und Top-Qualifyings zeigt die Senderfamilie im Stream auf RTL+. Die offizielle Internetseite des Rennens bietet einen kostenlosen Livestream und ein Livetiming unter www.24h-rennen.de/live/. Die Streckensprecher versorgen die zahlreichen Fans an der Strecke auch über Radio Nürburgring auf der UKW-Frequenz 87,7 MHz jederzeit mit aktuellen Informationen.

Weiterführende Informationen und Links

24h Nürburgring 2026: Die komplette Starterliste
Sieganwärter im Detail: Der optimierte Porsche 911 GT3 R
Das Geschehen jederzeit im Blick: Live Streams und Live Timing
75 Jahre Porsche Motorsport: Die Geschichte von #Raceborn

Porsche 718 Cayman GT4 RS Clubsport (Cup 3-Klasse), Krämer Racing (#978), Olaf Baunack (DEU), Marco Lamsouguer (DEU), Mario Handrick (DEU), Nürburgring, 2026, Porsche AG

Fahrerstimmen vor dem Rennen

Laurin Heinrich (Porsche 911 GT3 R #24): „Nach drei Jahren Pause wieder beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring antreten zu dürfen, bedeutet mir sehr viel. Ein Sieg hier steht wohl bei jedem Rennfahrer weit oben auf der Wunschliste. Wir haben bei Lionspeed ein sehr gutes Paket beisammen. Auch wenn wir uns in den NLS-Rennen nicht so ausgiebig vorbereiten konnten wie geplant, bin ich sehr zuversichtlich, dass wir als starkes Team ein gutes Ergebnis holen werden.“

Klaus Bachler (Porsche 911 GT3 R #44): „Die Vorfreude auf mein zehntes 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring ist groß – ich erwarte ein sehr hartes, schnelles und intensives Rennen mit vielen Zuschauern. Vermutlich können 20 Autos um den Sieg kämpfen. Wie in jedem Jahr ist die Zeit für die Vorbereitung sehr begrenzt, insbesondere wenn sich vier Fahrer das Auto teilen. Aber wir hatten einen sehr guten Test unter super Bedingungen. Um die Technik und Zuverlässigkeit des Porsche 911 GT3 R müssen wir uns ohnehin keine Gedanken machen, auch in der neuen Version für 2026 ist er bestens aussortiert.“

Bastian Buus (Porsche 911 GT3 R #54): „Mit meinem Saisonstart in der GT World Challenge und der DTM liegen spannende Wochen hinter mir – jetzt kommen die 24 Stunden Nürburgring. Das erste große Highlight des Jahres ist für mich der Inbegriff von Langstreckenrennen. Voriges Jahr standen wir als Dritte auf dem Podest. Logischerweise hoffe ich diesmal auf eine noch bessere Platzierung. Wir möchten etwas mehr Pace finden und um die Toppositionen kämpfen.“

Ayhancan Güven (Porsche 911 GT3 R #911): „Ich bin direkt von der Langstrecken-WM in Spa weiter zum Nürburgring gereist – ich mag es, wenn die Rennwochenenden direkt aufeinander folgen. Das 24-Stunden-Event genießt in diesem Jahr eine besonders große Aufmerksamkeit. Wir hatten mit dem Team Manthey eine gute Vorbereitung. In den vergangenen beiden Jahren bin ich jeweils Zweiter bei dieser Veranstaltung geworden. Jetzt versuchen wir erneut, den Eifel-Klassiker zu gewinnen – wir gehen ,all-in‘ und hoffen, um den Sieg kämpfen zu können.“

Ayhancan Güven (TUR), Manthey (#911), Nürburgring, 2026, Porsche AG
Ayhancan Güven
Bastian Buus (DNK), Dinamic GT (#54), Nürburgring, 2026, Porsche AG
Bastian Buus
Klaus Bachler (AUT), Falken Motorsports (#44), Nürburgring, 2026, Porsche AG
Klaus Bachler
Laurin Heinrich (DEU), Lionspeed GP (#24), Nürburgring, 2026, Porsche AG
Laurin Heinrich

Der Zeitplan

Donnerstag, 14. Mai
13:15 Uhr – 15:15 Uhr: Qualifying 1
20:00 Uhr – 23:30 Uhr: Qualifying 2

Freitag, 15. Mai
8:50 Uhr – 9:25 Uhr: Top Qualifying 1
9:45 Uhr – 10:20 Uhr: Top Qualifying 2
10:35 Uhr – 11:50 Uhr: Qualifying 3
13:35 Uhr – 14:35 Uhr: Top Qualifying 3

Samstag, 16. Mai
10:00 Uhr – 11:00 Uhr: Warmup
12:45 Uhr – 14:40 Uhr: Startaufstellung
15:00 Uhr: Start 24-Stunden-Rennen

Sonntag, 17. Mai
15:00 Uhr: Zieleinlauf 24-Stunden-Rennen

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