Auf einen Blick
- Acht Rennen im Rahmenprogramm europäischer Formel-1-Events
- Porsche Mobil 1 Supercup setzt auf Kraftstoff mit hohem eFuel-Anteil
- Formel-1-Weltmeister Jacques Villeneuve am Lenkrad des VIP-Neunelfers
Das Feld des Porsche Mobil 1 Supercup ist in der Saison 2026 ausgebucht. Zehn Teams besetzen die 28 permanenten Startplätze. Abgesehen vom Saisonauftakt in Monaco können bei den sieben folgenden Rennen zusätzliche 911 Cup-Fahrzeuge als Gaststarter hinzukommen. Auf dem engen Straßenkurs im Fürstentum lässt das Streckenprotokoll nicht mehr als 28 Starter zu. Der internationale Markenpokal steht an der Spitze der weltweit mehr als 30 ausgetragenen Carrera Cups und Challenges. Der Supercup besteht seit 1993 und wird von der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG organisiert. Alle Wertungsläufe finden im Rahmen von Events der Formel 1 statt.
Unter den fest eingeschriebenen Teilnehmern stellen die Niederlande mit fünf Fahrern das größte Kontingent. Zu ihnen zählt Porsche-Junior Flynt Schuring, der für den amtierenden Team-Champion Schumacher CLRT aus Frankreich antritt. „Ich freue mich auf den Saisonauftakt in Monaco, auch wenn die Rennen dort aufgrund der einzigartigen Streckencharakteristik kaum vorhersehbar verlaufen“, blickt der 19-Jährige voraus. „Die Bremsen des neuen Porsche 911 Cup sind mit ABS ausgerüstet, das verlangt ein Umdenken beim Fahren am Limit. Auf dem sehr unebenen Asphalt des Straßenkurses hilft das Renn-ABS sicher.“
Insgesamt kommen die Supercup-Stammfahrer aus 16 verschiedenen Nationen. Die weitesten Anreisen legen die Piloten aus Australien, Südafrika und Südamerika zurück. Kürzere Wege hat der zweite Porsche-Junior Marcus Amand: Der geborene Finne lebt in Frankreich und startet für die österreichische Mannschaft BWT Lechner Racing. „Ich kenne den Formel-1-Kurs von Monaco bisher nur aus dem Simulator – das sind denkbar herausfordernde Bedingungen für meine Premiere im Supercup“, scherzt der 20-Jährige.
Teamkollege von Marcus Amand ist Robert de Haan. Der Niederländer gewann vor einem Jahr den Supercup-Lauf im Fürstentum und zählt als Gesamtzweiter der Saison 2025 zu den Titelfavoriten. Insgesamt sind elf Supercup-Neulinge in der Saison 2026 dabei, die als Rookies von Porsche ein spezielles Förderprogramm erhalten.
„So viel Neues hatten wir im Supercup schon lange nicht mehr: zwei Neuzugänge bei den Teams, elf Rookies unter den Fahrern und einen komplett neu entwickelten Rennwagen. Die 34. Saison in unserem internationalen Markenpokal verspricht Hochspannung“, sagt Oliver Schwab, Projektleiter Porsche Mobil 1 Supercup. „Besonders freue ich mich auf die Einsätze von Jacques Villeneuve im Porsche 911 Cup. Ich denke, nicht nur für unsere ganz jungen Fahrer ist es ein tolles Erlebnis, sich mit einem Formel-1-Champion messen zu können.“
Formel-1-Weltmeister Jacques Villeneuve fährt 911 Cup
Jacques Villeneuve bestreitet im VIP-Neunelfer mehrere Rennen. Beim zweiten Supercup-Lauf in Barcelona steht der Formel-1-Weltmeister von 1997 erstmals am Start. Sein Porsche 911 Cup trägt neben der Startnummer 911 ein spektakuläres Farbmuster, das von Villeneuves ikonischem Helmdesign inspiriert ist. Mit diesem Markenzeichen gewann der Kanadier elf Grands Prix sowie 1995 den Titel in der amerikanischen IndyCar World Series und die „500 Meilen von Indianapolis“.
„Der Cup-Neunelfer ist für mich eine neue, sehr große Herausforderung, die mir schon jetzt sehr viel Spaß macht“, sagte Villeneuve nach den Testfahrten. „Ich habe nach meiner Zeit in der Formel 1 immer wieder Gaststarts in unterschiedlichen Serien bestritten. Ich liebe es, für mich unbekannte Rennwagen kennenzulernen. Die Faszination ist noch immer dieselbe, wie zu Anfang meiner Karriere. Der Supercup ist extrem stark besetzt, diese jungen Fahrer sind richtig gut. Ich möchte mich mit ihnen messen und ein Teil dieser Gemeinschaft sein.“
Neuer Rennkraftstoff mit 101 Oktan
Die in der Saison 2026 im Porsche Mobil 1 Supercup eingesetzte Kraftstoff-Mischung inklusive eFuel-Anteil erfüllt technisch die Anforderungen der von der Fédération Internationale de l'Automobile (FIA) im Appendix J definierten Spezifikation („advanced sustainable“).
Der Kraftstoff wurde speziell für die eingesetzten Rennsport-Boxermotoren entwickelt und kombiniert eine hohe Performance mit einem möglichst hohen Anteil an erneuerbaren Komponenten. Die Anteile an erneuerbaren Komponenten liegen bei diesem auf Performance spezialisierten Rennkraftstoff bei 80 Prozent.
Der größte Anteil der erneuerbaren Komponenten entfällt auf sogenanntes eFuel (gemäß Definition RFNBO: Renewable Fuel Of Non Biological Origin), bei dem es sich um erneuerbares, synthetisches Normalbenzin aus einem MtG-Prozess (Methanol-to-Gasoline) handelt. Andere erneuerbare Komponenten sind zum Beispiel abfall- beziehungsweise reststoffbasiertes Ethanol, um unter anderem den Sauerstoffanteil im Kraftstoff und die Oktanzahl zu erhöhen. Diese beträgt 101 ROZ (Research Oktanzahl). Die CO₂-Reduktion entspricht 52 Prozent gegenüber dem fossilen Kraftstoff-Äquivalent (gemäß Definition EU Renewable Energy Directive bei 93,3 gCO₂/MJ).
Das eingesetzte eFuel stammt aus der Pilotanlage Haru Oni im Süden Chiles, die seit 2022 von der Firma HIF Chile SpA (HIF = Highly Innovative Fuels) betrieben wird. HIF ergreift dort außerdem Maßnahmen, um den Ausstoß an CO₂-Emissionen bei der Herstellung so niedrig wie möglich zu halten. So wird nicht nur der für den Produktionsprozess des eFuels, sondern auch der zusätzlich für die Netzanbindung und Stabilisierung der Leitwarte benötigte Strom aus Windenergie aus der Region bezogen.
Porsche feiert in Monaco 75 Jahre Motorsport mit zwei legendären Rennwagen
Vor 75 Jahren trat Porsche zum ersten Mal beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans an. Ein speziell vorbereiteter 356 SL siegte in der Klasse bis 1,1 Liter Hubraum. An diesen Erfolg aus dem Jahr 1951 erinnert ein Display im Supercup-Fahrerlager in Monaco: Es zeigt genau jenen Porsche 356 SL, den die Franzosen Auguste Veuillet und Edmond Mouche damals fuhren.
45 Jahre später gelang Porsche in Le Mans ein weiterer Klassensieg, dieses Mal mit dem 911 GT1. Das Fahrzeug, das 1996 mit dem Fahrertrio Hans-Joachim Stuck, Thierry Boutsen und Bob Wollek auf dem zweiten Gesamtrang ins Ziel kam, geht in Monaco sogar auf die Rennstrecke: Es kommt als Führungsfahrzeug zum Einsatz und leitet das Supercup-Feld vom Fahrerlager in die Boxengasse.
Der Saisonauftakt im TV und im Internet
Der erste Lauf des Jahres 2026 geht am Sonntag (7. Juni) ab 11:55 Uhr MESZ über 17 Runden. Im deutschsprachigen Raum zeigt der Sender Sky Sports das Rennen linear live. Außerdem überträgt der Streaming-Dienst F1TV. Das offizielle Live-Timing informiert zusätzlich auch über Freies Training und Qualifying. Unabhängig von den Rennwochenenden können Fans und Medienvertreter dem Porsche Mobil 1 Supercup auf den sozialen Netzwerken Instagram (@PorscheSupercup) sowie Facebook (@PorscheSupercup) und X (@PorscheSupercup).
Zeitplan Monte-Carlo/Monaco (alle Zeiten MESZ)
Donnerstag, 4. Juni
16:30 – 17:15 Uhr: Training
Freitag, 5. Juni
18:45 – 19:15 Uhr: Qualifikation
Sonntag, 7. Juni
11:55 Uhr: Start Saisonrennen 1 (17 Runden)
Weiterführende Informationen
Starterlisten, Rennberichte, Ergebnisse und Tabellen: Porsche Motorsport Hub
Das Cup-Fahrzeug der Generation 992.2: Der neue Porsche 911 Cup
75 Jahre Porsche Motorsport: Die Geschichte von #Raceborn