Starke Aufholjagd von Porsche Penske Motorsport bleibt unbelohnt

Das Werksteam der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG hat das Sprintrennen über 100 Minuten Länge auf den Positionen fünf und acht beendet. Nach einem enttäuschenden Qualifying am Freitag zeigten die beiden Porsche 963 im Verlauf des fünften Saisonlaufs der IMSA WeatherTech SportsCar Championship auf dem engen Straßenkurs von Detroit eine beeindruckende Aufholjagd. Der entsprechende Lohn blieb allerdings aus. Der Hybridprototyp von JDC-Miller MotorSports und der 911 GT3 R von AO Racing blieben im Rennen chancenlos.

Die beiden vom Werksteam Porsche Penske Motorsport eingesetzten Porsche 963 starteten auf dem Detroit Street Course von den Positionen sieben und zehn. Vor allem Kévin Estre am Steuer der Nummer 6 zeigte von Beginn an große Entschlossenheit. Mit starken Manövern arbeitete sich der Franzose konsequent nach vorn, sodass sein Teamkollege Laurens Vanthoor auch dank perfekter Strategie auf Podestkurs in die zweite Rennhälfte ging. Zeitweise betrug der Abstand zum zweitplatzierten BMW weniger als eine Sekunde. Doch die harten Zweikämpfe forderten ihren Tribut: Im späteren Rennverlauf machte eine unverschuldete Kollision einen zusätzlichen Boxenstopp zum Austausch des zerstörten 963-Hecks notwendig. Am Ende blieb Rang acht.

Das Schwesterauto mit der Nummer 7 absolvierte ein weniger auffälliges Rennen. Felipe Nasr aus Brasilien und Julien Andlauer aus Frankreich fuhren jederzeit im Mittelfeld der Topklasse GTP und beendeten den Lauf auf Position fünf.

Porsche 963, Porsche Penske Motorsport (#7), Julien Andlauer (FRA), Felipe Nasr (BRA), IMSA WeatherTech SportsCar Championship, Detroit (USA), 2026, Porsche AG

„Das war sicherlich nicht unser bester Tag“, erklärt Urs Kuratle, Leiter Werksmotorsport LMDh. „Es war uns vor dem Start in das Sprintrennen bewusst, dass es eine schwierige Aufgabe wird. Dies hat sich bewahrheitet. Alle Porsche-Rennwagen wurden durch Kollisionen und Strafen zurückgeworfen. Wir schauen nun nach vorn. Ende Juni beim Sechs-Stunden-Rennen in Watkins Glen greifen wir wieder an.“

In der Herstellermeisterschaft liegt Porsche jetzt auf Rang zwei. In der Fahrerwertung belegt Laurin Heinrich (Deutschland) vom Kundenteam JDC-Miller Motorsport ebenfalls den zweiten Platz. Die Werksfahrerduos Nasr/Andlauer und Estre/Vanthoor rangieren auf den Positionen drei und fünf.

Kundenteams in den Klassen GTP und GTD-Pro ohne Chancen

Die Kundenmannschaft JDC-Miller MotorSports verlor bereits im Verlauf des Start-Stints des Niederländers Tijmen van der Helm den Anschluss an das GTP-Feld. Nach dem Wechsel auf den Laguna-Seca-Sieger Laurin Heinrich wurde es kaum besser: zwei Strafen und Kollisionen warfen den Porsche 963 weit zurück. Mit zwei Runden Rückstand beendete das US-Team das Stadtrennen in Detroit auf Platz elf. Für den „Rexy“ genannten Porsche 911 GT R von AO Racing ging in der GTD-Pro-Klasse ebenso wenig. Die Briten Nick Tandy und Harry King kamen auf Rang zehn ins Ziel.

Porsche 963, JDC-Miller MotorSports (#5), Laurin Heinrich (DEU), Tijmen van der Helm (NLD), IMSA WeatherTech SportsCar Championship, Detroit (USA), 2026, Porsche AG

Der sechste Lauf zur IMSA WeatherTech SportsCar Championship findet am 28. Juni auf der ehemaligen Formel-1-Strecke in Watkins Glen statt. Der Lauf über sechs Stunden im US-Bundesstaat New York zählt ebenso wie die Langstreckenrennen in Daytona, Sebring, auf der Road America sowie auf der Road Atlanta („Petit Le Mans“) zum Michelin Endurance Cup.

Weiterführende Informationen und Links

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Fahrerstimmen zum Rennen

Kévin Estre (Porsche 963 #6): „Der erste Stint lief wirklich gut, wenngleich es auf dem engen Stadtkurs viele Kontakte und harte Zweikämpfe gab. Ich habe mich mit harten Bandagen nach vorn gekämpft. Unsere Strategie war genau richtig. Nach dem Boxenstopp lagen wir auf Platz drei. Leider ist uns danach ein Mitbewerber ins Heck gefahren. Wir mussten zur Reparatur an die Box. Mehr als Platz acht war dann nicht mehr drin.“

Felipe Nasr (Porsche 963 #7): „Wir haben an einem schwierigen Tag noch einiges aus unseren begrenzten Möglichkeiten gemacht. Platz fünf war das absolute Maximum. Wir hatten nicht die Mittel, um noch weiter nach vorn zu kommen. Wir nehmen die Punkte mit und bereiten uns konzentriert und konsequent auf das nächste Rennen vor.“

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