Auf einen Blick
- Südafrikaner Masters übernimmt die Gesamtführung
- Als bester Talent Pool Fahrer belegt Ferreira den fünften Platz
- ProAm-Sieg für Essmann vor Spreng und Pfister
„Mein erster Sieg fühlt sich großartig an. Ich bin noch nie zuvor auf dieser Strecke gefahren und mein Team hat mir ein starkes Auto vorbereitet. Auf Social Media komme ich immer als entspannter Typ rüber, der sich auch mal über sich selbst lustig machen kann. Das bedeutet aber nicht, dass ich nicht mit Ernsthaftigkeit gewinnen möchte“, erklärte ein freudestrahlender Burton, der auf Instagram 55.000 Follower hat. Hinter ihm belegte Keagan Masters (ZA/Proton Competition) Platz zwei, Porsche-Junior Flynt Schuring (NL/Schumacher CLRT) wurde Dritter. Somit schob sich Masters in der Gesamtwertung mit 177 Punkten auf den ersten Rang.
Auf dem engen Nürnberger Stadtkurs, der nur 2,126 Kilometer lang ist, setzte sich Burton nach Erlöschen der Startampel an die Spitze des Feldes. Insgesamt 28 Fahrer reihten sich mit ihren 520 PS starken Porsche 911 Cup hinter ihm ein. Doch nach wenigen Metern kam es zu einer folgenschweren Kollision, die drei Fahrzeuge zum Rennende zwang. Nachdem zunächst das Safety-Car ausrückte, traf die Rennleitung aufgrund von andauernder Bergeaktivitäten die Entscheidung für eine Rennunterbrechung. Mit einer noch verbleibenden Renndauer von rund 17 Minuten erfolgte ein Restart hinter dem Safety-Car. Burton präsentierte sich hellwach, wurde aber während der nachfolgenden Umläufe von Schuring und Masters immer wieder unter Druck gesetzt. Nach 30 Runden jubelte Burton, sprang auf sein Auto und riss die Arme hoch. Masters freute sich über den zweiten Platz und Schuring nahm als Dritter Punkte in der Gesamtwertung mit. Schuring gelang zudem mit 49,850 Sekunden die schnellste Rennrunde. Der Fahrer mit den meisten schnellsten Rennrunden wird am Saisonende mit dem „Fastest Lap Award“ ausgezeichnet und erhält eine Porsche Design Chronograph 1 – All Black Numbered Edition.
Auf Platz vier überquerte der Niederländer Niels Langeveld (NL/Laptime-Performance) vor dem Brasilianer Matheus Ferreira (Team GP Elite), der somit bester Talent Pool Pilot war, die Ziellinie. Der Brite Joseph Warhurst (Target) sicherte sich den sechsten Rang vor Rookie-Sieger Gustav Bergström (Team Proton) aus Schweden. Theo Oeverhaus (ID Racing) belegte den achten Rang.
„Ich bin sehr happy, wieder an der Tabellenspitze zu sein“, sagte Masters. Nach elf von 16 Läufen liegt der 26-Jährige mit 177 Punkten in Führung, Oeverhaus rangiert mit 166 Zählern dahinter. Schuring kommt als Dritter auf 158 Punkte. Heiß her geht es in der ProAm-Wertung: Michael Essmann (D/Team75 Bernhard) zog durch seinen ProAm-Sieg mit 218 Punkten an Sören Spreng (D/GP Elite, 216 Punkte) vorbei.
Am Sonntag startet der Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland um 11:28 Uhr in den zwölften Lauf.
Rennergebnis 11. Lauf
1. Gustav Burton (UK/Forch Racing by Atlas Ward)
2. Keagan Masters (ZA/Proton Competition)
3. Flynt Schuring (NL/Schumacher CLRT)
4. Niels Langeveld (NL/Laptime-Performance)
5. Matheus Ferreira (BR/Team GP Elite)
6. Joseph Warhurst (UK/Target)
7. Gustav Bergström (S/Team Proton)
8. Theo Oeverhaus (D/ID Racing)
9. Wouter Boerekamps (NL/Team GP Elite)
10. Daniel Ros (S/Team Proton)
Punktestand nach 11 von 16 Läufen
Fahrerwertung
1. Keagan Masters (ZA/Proton Competition), 177 Punkte
2. Theo Oeverhaus (D/ID Racing), 166 Punkte
3. Flynt Schuring (NL/Schumacher CLRT), 158 Punkte
Rookie-Wertung
1. Chester Kieffer (L/Schumacher CLRT), 178 Punkte
2. Sam Jongejan (NL/Team75 Bernhard), 176 Punkte
3. Caleb Sumich (AUS/Target), 150 Punkte
ProAm-Wertung
1. Michael Essmann (D/Team75 Bernhard), 218 Punkte
2. Sören Spreng (D/GP Elite), 216 Punkte
3. Samer Shahin (AUS/GP Elite), 137 Punkte
Teamwertung
1. Proton Competition, 282 Punkte
2. Target, 232 Punkte
3. Schumacher CLRT, 216 Punkte