Titelgewinn für Keagan Masters im Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland

Der neue Champion des Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland heißt Keagan Masters. Der Südafrikaner sicherte sich am Sonntag im letzten Saisonrennen auf dem Hockenheimring den Titel und jubelte gemeinsam mit seinem Team Proton Competition.

Für die Mannschaft aus dem niederbayerischen Hofkirchen ist es der dritte Gesamtsieg in Folge. Für Masters reichte ein neunter Platz im ereignisreichen 16. Lauf, um Titelkonkurrent Flynt Schuring (NL/Schumacher CLRT) in der Punktetabelle hinter sich zu lassen. „Dieser Titel bedeutet mir unglaublich viel. In meiner ersten Saison in dieser stark umkämpften Serie zu gewinnen, ist unfassbar. Ich widme den Erfolg meiner Familie, die mich immer unterstützt hat und in Hockenheim vor Ort war“, erklärte ein überglücklicher Masters. Der 26-Jährige stand in der Saison 2026 insgesamt acht Mal auf dem Podium, davon zwei Mal als Sieger. Das DTM-Wochenende bildete mit gut gefüllten Tribünen eine imposante Kulisse für Deutschlands schnellsten Markenpokal.

Keagan Masters (ZA), Proton Competition (#3), Porsche 911 Cup, Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland, Hockenheimring, 2026, Porsche AG

Der 16. Saisonlauf startete voller Turbulenzen. Nachdem es kurz vorher noch geregnet hatte, entschieden sich 27 von 29 Fahrern für Regenreifen. Nur das Team von Laptime-Performance stellte seine beiden Piloten Niels Langeveld (NL) und Sebastian Freymuth (D) mit ihren Porsche 911 Cup auf Slicks und setzte auf abtrocknende Bedingungen. Als das Fahrerfeld auf die Einführungsrunde ging, beschloss ein Großteil der Teams aufgrund der sich schnell verändernden Streckenverhältnisse doch noch Trockenreifen aufzuziehen. Sie holten die Piloten blitzschnell in die Boxengasse zum Reifenwechsel. Auch die Titelanwärter Masters und Schuring bogen zum Service ab. Laut Reglement mussten sie somit das Rennen aus der Boxengasse beginnen und dem bereits gestarteten Feld hinterherfahren. Damit schlug die Stunde von Laptime-Performance. Trotz zweier Safety-Car-Phasen arbeiteten sich Langeveld und Freymuth souverän nach vorne. Langeveld übernahm ab dem siebten Umlauf die Spitze des Feldes. Freymuth setzte sich dahinter und nach 16 Runden freute sich Teamchef Simon Eibl über die gelungene Strategie und die Plätze eins und zwei. Wouter Boerekamps (NL/Team GP Elite) komplettierte als Dritter das Podium.

Wouter Boerekamps (NL), Team GP Elite (#25), Porsche 911 Cup, Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland, Hockenheimring, 2026, Porsche AG

Für die Titelanwärter Masters und Schuring entwickelte sich das Rennen zum Nervenkrimi: Aufgrund des späten Reifenwechsels, eines Ausritts von Masters und eines Drehers von Schuring lagen sie nach drei Runden auf den Plätzen 25 und 26. Beide sammelten sich und kamen am Ende auf den Plätzen neun und zwölf ins Ziel. Unter dem Podium wartete bereits die Mannschaft von Proton Competition, die sich über den dritten Fahrertitel in Folge und den Gewinn der Teammeisterschaft freute. Auch Masters' Familie feierte den Triumph: Mutter Keryn, Vater Wayne und Schwester Danielle waren extra aus Südafrika angereist, um den Profipiloten zu unterstützen. Masters, der während der Saison beim Team in Hofkirchen wohnte, verriet mit einem Augenzwinkern sein Erfolgsgeheimnis: „Ich liebe deutsche Currywurst.“

Ebenfalls große Freude herrschte beim Luxemburger Chester Kieffer (Schumacher CLRT). Der Talent Pool Pilot gewann die Rookiewertung mit 298 Punkten vor Sam Jongejan (NL/Team75 Bernhard, 277 Punkte) und Caleb Sumich (AUS/Target, 197 Punkte). In der heiß umkämpften ProAm-Wertung siegte Michael Essmann (D/Team75 Bernhard, 333 Punkte), Sören Spreng (D/GP Elite, 318 Punkte) wurde Zweiter.

Sam Jongejan (NL), Team75 Bernhard (#65), Chester Kieffer (L), Schumacher CLRT (#11), Nick Ho (NL), Team GP Elite (#98) (l-r), Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland, Hockenheimring, 2026, Porsche AG
Sam Jongejan, Chester Kieffer, Nick Ho (l-r)

Eine besondere Ehrung ging am Samstagabend an Porsche-Junior Schuring. Im Rahmen eines Gala-Dinners in der Porsche Hospitality wurde der „Fastest Lap Award“ verliehen. Schuring erhielt einen Uhren-Preis von Porsche Design. Er fuhr in neun von 16 Läufen die schnellste Rennrunde und freute sich auf der Bühne vor 400 Gästen über einen „Porsche Design Chronograph 1 – All Black Numbered Edition“.

„Die Saison 2026 im Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland war etwas ganz Besonderes. Spannende Rennen, ein internationales Fahrerfeld und erst beim Finale sind die Titelentscheidungen gefallen. Es gab neun verschiedene Rennsieger in 16 Läufen und jetzt freue ich mich mit Keagan Masters, der sich als neuer Champion feiern lassen kann“, fasste Thorsten Rückert, Projektleiter Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland, die Saison zusammen.

Rennergebnis 16. Lauf, Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland

1. Niels Langeveld (NL/Laptime-Performance)
2. Sebastian Freymuth (D/Laptime-Performance)
3. Wouter Boerekamps (NL/Team GP Elite)
4. Robert de Haan (NL/ Proton Competition)
5. Janne Stiak (D/Forch Racing by Atlas Ward)
6. Theo Oeverhaus (D/ID Racing)
7. Gian Luca Tüccaroglu (D/Team75 Bernhard)
8. Matheus Ferreira (BR/Team GP Elite)
9. Keagan Masters (ZA/Proton Competition)
10. Alexander Tauscher (D/Target)

Caleb Sumich (AUS), Target (#14), Porsche 911 Cup, Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland, Hockenheimring, 2026, Porsche AG

Punktestand nach 16 von 16 Läufen

Fahrerwertung
1. Keagan Masters (ZA/Proton Competition), 230 Punkte
2. Flynt Schuring (NL/Schumacher CLRT), 216 Punkte
3. Theo Oeverhaus (D/ID Racing), 204 Punkte

Rookie-Wertung
1. Chester Kieffer (L/Schumacher CLRT), 298 Punkte
2. Sam Jongejan (NL/Team75 Bernhard), 277 Punkte
3. Caleb Sumich (AUS/Target), 197 Punkte

ProAm-Wertung
1. Michael Essmann (D/Team75 Bernhard), 333 Punkte
2. Sören Spreng (D/GP Elite), 318 Punkte
3. Samer Shahin (AUS/GP Elite), 173 Punkte

Teamwertung
1. Proton Competition, 396 Punkte
2. Schumacher CLRT, 349 Punkte
3. Team GP Elite, 300 Punkte